We love Denmark…

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Wir suchen immer ganz bewusst ein bisschen Einsamkeit in unserem Jahresurlaub. Das bedeutet nicht, dass wir nicht auch gerne unter Leute gehen aber wir müssen nicht in diesen Bettenburgen oder Urlaubsdörfern nächtigen, in denen man im Zweifel nur von Hamburgern oder anderen deutschen Familien umgeben ist. Wir wollen eigentlich lieber die Einheimischen kennenlernen und mit ihnen in Kontakt kommen. Deshalb haben wir vor mittlerweile 4 Jahren den Norden Dänemarks für uns entdeckt. In vielen Bereichen weit weniger touristisch wie der Süden und dem entsprechend mehr original dänische Kultur und Menschen.

Wir haben die letzten 3 Jahre in Ferienhäusern um  Sondbjerg Strand herum verbracht. Hier besteht ein Wochenendhausgebiet, wo viele Dänen am Wochenende zum Wassersport an den Limfjord kommen. Der nächste Supermarkt ist ca. 5 km entfernt. Ebenso Restaurants und sonstige Zivilisation. Dafür sind wir direkt am Fjord. Die Kinder lieben es stundenlang Krebse und Seesterne zu angeln, um sie dann wieder frei zu lassen. Stunde um Stunde verbringen wir auf den einsamen Badestegen und Keschern nach den größten Krebsen.

Wenn uns die Decke auf den Kopf fällt, machen wir Ausflüge in die nähere Umgebung. Dabei haben es uns die Surfer-Paradiese Klitmøller, Løkken und die Örtchen Lemvig und Skågen besonders angetan. Zudem ist die Burganlage Spottrup nicht weit und einen sehr schönen Isländerhof für Ausritte haben wir auch entdeckt.


Løkken ist ein sehr hübsches kleines Städtchen an der Nordseeküste von Dänemark. Wir sind allerdings weniger wegen der Surfer dort gelandet sondern ursprünglich wegen der Bonbonfabrik. Dabei haben wir dann das Örtchen für uns entdeckt und auch den schönen Strand und das sehr nette Strandcafe mit Surfschule vor Ort. Hier haben wir auch die regionalen Limonaden aus dem Hause Thysted Bryghus lieb gewonnen.


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Skågen hat mich seit unserem ersten Besuch fasziniert. Das Aufeinandertreffen von Nord- und Ostsee ist schon einmalig. Auch wenn man sehr früh oder sehr spät dort sein muss, um den Massen an Touristen zu entkommen. Da wir aber fast 3h entfernt von Skågen gewohnt haben, blieb uns nichts anderes übrig als uns einzureihen in die Massen…

Ein Aufstieg auf den Leuchtturm von Skågen hat sich trotz des Eintrittspreises von ca. 10 Euro mehr als gelohnt. Der Blick bei gutem Wetter ist beeindruckend. Was man von unten gar nicht so wahrnimmt, sind die vielen kleinen Badebuchten, die sich an der Ostseeküste entlangreihen und vom Leuchtturm aus wunderbar zu erkennen sind.


Ein weiterer Ausflugstipp etwas Südlicher von unserem Urlaubsort ist das Örtchen Borg Vikingehavn. Den meisten ist es eher bekannt durch das Wikinger- Freilicht- Museum, welches einen um 1000 Jahre in der Zeit zurückversetzt und in liebevollen Details und allerhand Laiendarstellern zeigt, wie die Wikinger früher gelebt haben. Bogenschießen, Kräftemessen, Holzboote schwimmen lassen, und Wasser aus einem Brunnen schöpfen dürfen nicht fehlen. Ebenso kann man am Lagerfeuer Stockbrot backen, Schmuck herstellen und eine originale Kirchennachbildung besuchen. Für die Kinder und uns Erwachsene immer wieder ein Erlebnis.


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Klitmøller ist das nächste kleine Surfer-Paradies an der Nordseeküste. Wir sind immer gerne gegen Abend noch mal hin um den letzten Surfern zuzuschauen, noch ein paar Steintürme zu bauen und vor allem auch um Abends am Strand noch eine Pizza zu essen. Die ist nämlich in der örtlichen Pizzeria sehr zu empfehlen…


Lemvig ist eine der nächst größeren Städtchen in unserem Urlaubsgebiet. Hier gibt es eine schöne Hafenmeile und leckeres Softeis. Zudem eine kleine Fussgängerzone mit vielen kleinen Läden. Oft ist hier im Sommer große Flohmarktsaison und man kann das ein oder andere Schnäppchen machen.


Letztes Jahr habe ich mir einen Traum erfüllt und bin mit meinen Mädels das erste Mal in der Natur ausgeritten. Lenchen hat ja bereits mehrere Jahre Reitunterricht, Emmchen saß schon mal auf einem Pferd und ich schiebe ja seit Jahren diesen Traum von regelmäßigen Reitunterricht für „Hausfrauen“ (bin ich nicht, nenn es aber so ;-)) vor mir her. In Dänemark war es nun möglich, dass wir alle drei plus der super netten Reitstallbesitzerin Lena vom Mølgård Ridecenter und ihren lieben Isländern im Staatsforst Klosterheden bei Lemvig ausreiten konnten. Stundenlang sind wir durch dieses tolle Waldgebiet gestreift und haben mannshohe  Ameisenberge gesehen, sind an einer große Gruppe Rotwild vorbei, an Seen entlang und haben Biberdämme entdeckt. Es war einmalig und schreit danach, dass wir dieses Abenteuer dieses Jahr auch wieder in Angriff nehmen. Ich freue mich schon so darauf…


In unserem letzten Urlaub haben wir auch das Jyllands Akvariet und das Küstencenter in Thyborøn für uns entdeckt. Bei den Kombieintrittspreisen musste ich erst ein bisschen schlucken aber wenn man das Angebot genauer betrachtet lohnt es sich wirklich, wenn man mit Kindern unterwegs ist und dort in der Nähe Urlaub macht. Man erhält ein wasserfestes Armband welches einen berechtigt, 7 Tage lang immer wieder zu Besuch zu kommen. Es gibt viel zu sehen. Einerseits das kleine Aquarium, was eigentlich überall darauf ausgelegt ist, dass man etwas praktisch erfahren kann. Fische streichen, Krabben fangen, Bernstein suchen u.s.w. Selbst für Hunde gibt es ein kleines Außengelände, wo man einen kleinen Hindernisparcours absolvieren kann.

Das Küstencenter ist gleich auf der anderen Straßenseite. Hier gibt es eigentlich 4 Bereiche. Im ersten Bereich kann man wieder ganz praktisch alles ausprobieren was mit Küste, Wellen und Physik zu tun hat. In einem 2. Bereich sind kleine Terrarien in denen man regionale Echsen, Schlangen und Frösche beobachten kann. Dann gibt es noch einen großen Außenbereich mit Wasserspielplatz, Treibsandweg und Streichelgehege mit Kaninchen. Der 4. Bereich ist eine alte kleine Bunkeranlage aus dem 2. Weltkrieg die teilweise besichtigt werden kann.

In den Dünen hinter dem Küstencenter ist ein Mahnmal errichtet worden für alle Opfer von gesunkenen Schiffen während der Weltkriege. Auch alte Bunkerreste sind am Strand noch zu finden.


Ein weiteres Highlight war die Entdeckung der Burg- und Parkanlage Spøttrup. Unser erster Besuch war an einem sonnigen Nachmittag an dem wir ganz in Ruhe den Park und die Burg entdecken konnten. Die Parkanlage kann ohne Eintritt besichtigt werden, für die Burg muss ein Ticket gelöst werden. Aber ich finde es lohnt sich sehr. Wir sind getrennt in die Burg gegangen, weil Hunde hier draußen bleiben müssen (für uns ist das völlig ok!). Das Innere ist wirklich ein tolles Museum zum Anfassen und Entdecken. Gerade für Kinder super umgesetzt und sehenswert. Wir hatten das Glück, dass während unseres Urlaubes das große Sommerfest auf der Burg stattfand (meist Ende Juli). Somit konnten wir bei einem 2. Besuch Ritterspiele sehen, auf einem Mittelaltermarkt flanieren und dabei sein als die Burg gestürmt wurde. Wirklich toll organisiert und mit der Kulisse ein einmaliges Vergnügen.


Nun geht es dieses Jahr zum 4. Mal in diese wunderschöne Region und immer wenn wir den kleinen Leuchtturm Grisetå Odde am Oddesund Syd entdecken wissen wir, nun ist es nicht mehr weit und der Urlaub kann beginnen…

Wir freuen uns schon sehr auf ein Wiedersehen mit diesem schönen Fleckchen Erde in Dänemark…

Eure

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